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Projekte

Ein Projekt ist der Schreibtisch für eine konkrete Sache: die Dateien, die gerade dazugehören, was das Projekt weiß, und die Gespräche darüber. Alles an einem Ort, für alle, die dabei sind.

Ein typisches Projekt ist ein Angebot, eine Ausschreibung, ein Kundenprojekt, ein Audit oder eine Produkteinführung. Du lädst die Unterlagen hoch, hältst den Stand fest und führst darin deine Chats. Die KI kennt in diesen Chats den Stand und die Dateien, ohne dass du etwas auswählen musst.

Abgrenzung zur Wissensbasis: Die Wissensbasis ist das gepflegte Firmenwissen und bleibt dauerhaft: Handbücher, Richtlinien, Produktkatalog. Ein Projekt ist der Arbeitsstand einer konkreten Sache, und es darf auch wieder verschwinden, wenn die Sache erledigt ist.

Projekte sind in der Business- und Max-Lizenz enthalten. Innerhalb eures Arbeitsbereichs steuert das Gruppenrecht „Projekte nutzen”, wer sie sehen und anlegen darf, siehe Gruppen und Modelle. Voreingestellt haben es alle Mitglieder. Wem es fehlt, dem wird der ganze Bereich nicht angezeigt.

Du erreichst deine Projekte über die Seitenleiste → Projekte. In der Seitenleiste selbst stehen sie unter Meine Projekte, und was Kollegen mit dir geteilt haben, unter Mit mir geteilt. Die Übersichtsseite zeigt alle zusammen als Kacheln, mit einem Suchfeld darüber.

Über „Neues Projekt” hast du zwei Wege:

  • Selbst ausfüllen: Du vergibst Name und Beschreibung und landest sofort im neuen Projekt.
  • Im Gespräch anlegen: Ein kurzer Chat klärt mit dir, worum es geht, und legt das Projekt danach an.

Die Beschreibung ist optional, lohnt sich aber: Sie landet als Einstieg im Projekt-Kontext und ist das Erste, was die KI über das Projekt liest.

Ein neues Projekt gehört zunächst nur dir. Wer sonst hineindarf, entscheidest du im Zugriff.

Die Startseite des Projekts zeigt oben Name und Beschreibung, darunter die Chats in zwei Gruppen: Meine Chats und Im Projekt geteilt.

Rechts liegt die Projektleiste mit allem, was zum Projekt gehört: Anzahl der Dateien samt Verarbeitungsstand, die Beteiligten mit ihrer Rolle, die Chat-Listen und die Schaltfläche „Konfigurieren” (wer das Projekt nur lesen darf, findet dort „Details”). Diese Leiste begleitet dich auch in jeden Chat des Projekts, du musst also nicht zurück auf die Startseite, um eine Datei nachzulegen.

Über „Konfigurieren” kommst du in die Einstellungen mit drei Reitern: Allgemein (Name, Beschreibung, Besitzer, Zugriff, Löschen), Kontext und Dateien.

Im Reiter Dateien ziehst du Dateien in das Feld oder wählst sie über „Dateien auswählen” aus.

Jede hochgeladene Datei durchläuft kurz die Verarbeitung und wird dann durchsuchbar. Den Stand siehst du an der Datei:

  • Wird verarbeitet: die Datei wird gerade gelesen und aufbereitet
  • Durchsuchbar: die KI findet den Inhalt ab sofort
  • Fehler: die Datei konnte nicht gelesen werden, mit einer Schaltfläche zum erneuten Versuch

Zu den meisten fertigen Dateien entsteht automatisch eine kurze Beschreibung ihres Inhalts, damit man in einer langen Liste erkennt, was worin steht. Sie bleibt aus, wenn in der Datei so gut wie nichts steht, etwa bei einem leeren Blatt. Eingescannte Dokumente sind davon nicht betroffen: Aus ihnen wird der Text ausgelesen, und Bilder beschreibt die KI selbst.

Was du hochladen kannst: PDF, Word, PowerPoint, Excel, HTML, CSV, Markdown, Textdateien und Bilder (PNG, JPG, TIFF, BMP, GIF). Bei den Office-Formaten sind die heutigen gemeint (.docx, .xlsx, .pptx); die alten aus der Zeit vor Office 2007 (.doc, .xls, .ppt) werden abgelehnt, speichere sie vorher neu ab. Eine einzelne Datei darf bis zu 50 MB groß sein, ein Projekt bis zu 500 Dateien enthalten.

Gleicher Name, neue Fassung: Lädst du eine Datei hoch, die es im Projekt schon gibt, wirst du vorher gefragt und siehst, welche Datei ersetzt würde. Bestätigst du, tritt die neue Fassung an ihre Stelle, für alle im Projekt. Das ist der bequeme Weg, eine neue Fassung nachzureichen.

Löschen wirkt für alle: Eine gelöschte Datei ist für alle Beteiligten weg und danach nicht mehr durchsuchbar.

Projektdateien zählen auf das Speicherplatz deines Unternehmens, genau wie die angebundenen Datenquellen. Wie viel Platz euch zusteht, hängt an euren Lizenzen. Administratoren sehen unter Einstellungen → Datenquellen, wie viel belegt ist; sobald Projekte Platz belegen, teilt sich der Balken Speicherverbrauch in Angebundene Systeme und Projekte auf.

Ist das Kontingent voll, wird der Upload abgelehnt. Anders als bei einer angebundenen Datenquelle wartet die Datei nicht auf freien Platz, du lädst sie nach dem Aufräumen einfach erneut hoch.

Im Projekt gibt es zwei Arten von Chats, und du entscheidest beim Start, welche du beginnst:

  • Neuer Chat: privat, nur du siehst ihn
  • Geteilter Chat: für alle sichtbar, die das Projekt sehen

Die Sichtbarkeit ist keine Einbahnstraße. In der Projektleiste steht bei jedem Chat der Schalter Sichtbarkeit dieses Chats mit den beiden Stellungen Nur ich und Im Projekt. Du kannst einen privaten Chat also später sichtbar machen, wenn etwas dabei herauskommt, das die anderen angeht. Zurück auf Nur ich geht es, solange niemand sonst darin geschrieben hat: Sobald ein Kollege geantwortet hat, bleibt der Chat im Projekt, damit seine Beiträge nicht aus seiner Sicht verschwinden.

Was die KI in einem Projekt-Chat kennt: den Projekt-Kontext und alle Dateien des Projekts, ohne dass du etwas auswählst.

Wichtig: Das gilt nur innerhalb des Projekts. In einem normalen Chat außerhalb bleiben Projektdateien außen vor, auch die aus deinen eigenen Projekten. Wenn die KI in den Unterlagen eines Projekts suchen soll, führe das Gespräch im Projekt.

Arbeit fängt oft als gewöhnlicher Chat an und verdient erst später ein Projekt. Über das Menü am Chat im Verlauf wählst du „Einem Projekt zuordnen”. Der Chat wandert ins Projekt und verschwindet aus dem allgemeinen Verlauf. Er bleibt dabei privat, Teilen ist ein eigener Schritt.

Zurück geht es an anderer Stelle: In der Projektleiste steht der Chat unter Meine Chats, und dort führt sein Menü den Punkt „Aus Projekt entfernen”.

Du kannst es auch einfach sagen: „Lass uns dafür ein Projekt aufmachen”. Die KI legt es an und nimmt auf Wunsch das laufende Gespräch samt der Dateien mit hinein, die du darin angehängt hast. Diese Dateien werden dabei wie ein normaler Upload verarbeitet und sind danach durchsuchbar.

Der Kontext ist das, was das Projekt über sich selbst weiß: worum es geht, wo es steht, was entschieden wurde. Er steht in jedem Chat des Projekts zur Verfügung.

Du findest ihn unter Konfigurieren → Kontext. Beim Anlegen ist er bereits vorstrukturiert:

  • Worum es geht (hier landet deine Beschreibung)
  • Stand
  • Entscheidungen
  • Offene Punkte
  • Weitere Notizen

Du kannst den Text direkt im Editor ändern, und die KI schreibt ihn im Gespräch mit fort: Wird etwas entschieden, steht ein Termin fest oder erledigt sich ein offener Punkt, hält sie es hier fest. Was in den Projektdateien ohnehin steht, wiederholt sie nicht.

Über „Verlauf” siehst du alle früheren Fassungen mit Zeitpunkt und Urheber, kannst sie mit dem aktuellen Stand vergleichen und eine davon wiederherstellen. Dabei ist erkennbar, ob du selbst, ein Kollege oder die KI geschrieben hat.

Tipp: Halte die Übersicht kurz. Ausführliches gehört in eigene Notizen neben der Übersicht, auf die sie nur verweist; die KI legt sie auf Zuruf an. Gemeint sind nicht die hochgeladenen Projektdateien, die stehen ohnehin für sich. Wird die Übersicht zu lang, weist dich der Editor darauf hin.

Wer Zugriff hat, sieht die Dateien des Projekts und die darin geteilten Chats. Private Chats anderer bleiben privat.

Im Reiter Allgemein fügst du unter Personen und Gruppen Kollegen oder ganze Gruppen hinzu und gibst jedem eine Rolle:

RolleDarf
Nur lesenLesen, suchen und im Projekt chatten
BearbeitenZusätzlich Dateien und Kontext ändern
VerwaltenZusätzlich den Zugriff verwalten und das Projekt löschen

Den Besitzer siehst du an derselben Stelle. Über „Besitzer wechseln” übergibst du das Projekt an jemand anderen aus eurem Arbeitsbereich, etwa wenn die Zuständigkeit wechselt oder jemand das Unternehmen verlässt. Das dürfen alle, die das Projekt verwalten, nicht nur der Besitzer selbst.

Achtung: Nach der Übergabe hat der bisherige Besitzer keine Rolle mehr in diesem Projekt. Soll er weiter mitarbeiten, trag ihn vorher in der Liste Personen und Gruppen ein.

Ein Projekt ausblenden: Was du nicht mehr brauchst, blendest du über das Menü auf der Projektkachel aus deiner Liste aus, geteilte wie eigene. Das ist eine reine Ansichtssache und ändert für die anderen nichts. Unten auf der Projektübersicht erscheint dann der Bereich Ausgeblendet, über den du sie zurückholst.

Ist die Sache erledigt, kann das Projekt weg. Unter Konfigurieren → Allgemein steht ganz unten „Projekt löschen”. Zur Sicherheit musst du den Projektnamen eintippen.

Dateien und Kontext werden dabei endgültig entfernt, auch für alle anderen mit Zugriff, und lassen sich nicht zurückholen. Die Chats bleiben erhalten: Sie liegen danach wieder im allgemeinen Verlauf dessen, der sie geführt hat, und sind damit für die übrigen Beteiligten nicht mehr sichtbar.